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Aphasie bezeichnet eine Störung der Sprachproduktion und des Sprachverstehens aufgrund eines
Gehirnschadens, meist der linken Gehirnhälfte.
Nicht darunter fallen also Sprachstörungen mit anderen Ursachen, etwa bei Gehörlosigkeit
oder bei kindlichen Sprachentwicklungsstörungen.
Im Rahmen einer Aphasie können alle Bereiche der Sprache betroffen sein, also der Wortschatz,
die Bedeutung der Wörter, die Grammatik mit ihren Regeln und die Betonung und Aussprache von
Wörtern und Sätzen. Oft ist sowohl das Sprachverstehen als auch die Produktion von Sprache,
das Lesen wie auch das Schreiben betroffen. Je nach Schweregrad und Symptomatik unterscheidet man drei Hauptformen:
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Broca-Aphasie:
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die Sprache ist auffällig langsam, mühsam und stockend. Die Sätze sind kurz und auf
'Telegrammstil' reduziert, ohne Gebrauch der normalen Grammatik. Das Sprachverstehen ist dagegen nahezu normal.
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Wernicke-Aphasie:
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Die Sprachproduktion ist flüssig, doch häufig ergibt das Gesagte keinen Sinn.
Erheblich beeinträchtigt ist das Sprachverstehen.
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Globale Aphasie:
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Nahezu alle Aspekte gesprochener und geschriebener Sprache sind ausgefallen.
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Im Sprachtherapeutischen Beratungs- und Behandlungszentrum (SBBZ) der Medau-Schule werden Aphasien behandelt.
Dies geschieht nach der ausführlichen Diagnostik, in der festgestellt wird, welche sprachlichen Fähigkeiten
denn eigentlich betroffen sind und in welchem Ausmaß dies geschehen ist. Zu diesen Fähigkeiten gehören
das Sprechen, das Verstehen, das Lesen und das Schreiben.
In all diesen Modalitäten wird mit dem Patienten trainiert,
sodass entweder die sprachlichen Fähigkeiten ganz oder teilweise wiederhergestellt werden oder, bei schwersten
Ausprägungen der Aphasie, der Patient lernt, seiner Umgebung mit einfachsten Mitteln seine Wünsche und Bedürfnisse
mitzuteilen.
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